DEXA KÖRPERFETTMESSUNG
WARUM GIBT ES KEINE DEXA-KÖRPERFETTMESSUNG IN MÜNCHEN UND DEUTSCHLAND?

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Bei der DEXA-Körperfettmessung, auch DXA-Scan (Dual-Energy X-ray Absorptiometry) genannt, handelt es sich um ein röntgendiagnostisches Verfahren zur Messung der Körperzusammensetzung mithilfe von Röntgenstrahlung. Hierbei wird zwischen Knochenmasse und anderen Körperbestandteilen wie Fettmasse oder sonstiger Masse (z. B. Skelettmuskelmasse) unterschieden.

Warum gibt es keine DEXA-Körperfettmessung in Deutschland?

In München und ganz Deutschland unterliegt jegliche Anwendung von Röntgenstrahlung dem Strahlenschutzgesetz.

Dieses besagt, dass „die Anwendung der DXA ohne medizinische Indikation, z. B. als Maßnahme allein zur Verbesserung der Compliance der Patienten oder begleitend zu ‚Lifestyle-Aktivitäten‘, unzulässig ist“(1).

Im Klartext bedeutet das, dass eine medizinische Untersuchung mit Röntgenstrahlen nur dann durchgeführt werden darf, wenn eine medizinische Indikation vorliegt, die die Strahlenbelastung rechtfertigt. Da die Körperfettanalyse keinen direkten diagnostischen oder therapeutischen Zweck erfüllt, kann und darf sie in Deutschland also nicht angeboten werden.

DEXA Körperfettmessung München

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Welche alternativen Messmethoden zum DXA-Messung gibt es?

Alternative Untersuchungsmethoden zur DEXA-Körperfettmessung sind die Bioimpedanzanalyse, die Hautfaltenmessung (Caliper-Messung), das hydrostatische Wiegen, die Fettmessung mittels CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) sowie die Ultraschall-Fettmessung.

Je nach Untersuchungsmethode werden verschiedene Arten von Fettgewebe gemessen: einerseits das subkutane Fettgewebe (SFT), auch Unterhautfett genannt, und andererseits das viszerale Fettgewebe (VFT). Bei viszeralem Fett handelt es sich um Fettgewebe, das sich unter der Bauchmuskulatur befindet, also um Leber, Darm und die restlichen inneren Organe. Im Vergleich zu SFT bildet VFT mehr entzündungsfördernde Proteine und fördert unter anderem die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Insulinresistenz, hohem Blutdruck oder einer Fettleber (2, 3, 4).

Die bioelektrische Impedanzanalyse, auch BIA abgekürzt, ist eine einfach durchzuführende Untersuchung, hat aber gewisse Einschränkungen. Die Messung kann durch äußere Einflussfaktoren verfälscht werden. Dazu zählen Faktoren wie der Flüssigkeitsstatus, der Zeitpunkt der letzten Nahrungsaufnahme oder die Qualität der Geräte. Dadurch kann es zu Abweichungen von bis zu 3–5 % im Vergleich zur DEXA-Körperfettmessung kommen, wobei der Körperfettanteil meist unterschätzt wird (5, 6).

DEXA Körperfettmessung München

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Die Hautfaltenmessung ist die kostengünstigste Untersuchungsmethode und bestimmt den Körperfettanteil anhand der Messung der Hautfalten an verschiedenen Körperstellen. Die Nachteile hierbei sind die Abhängigkeit von der Untersuchungstechnik, der Erfahrung des Untersuchers sowie der individuellen Fettverteilung der untersuchten Person. Zudem wird nur das subkutane Fettgewebe (SFT) gemessen, während das viszerale Fettgewebe (VFT) daraus berechnet wird. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Hautfaltenmessung im Vergleich zur DEXA-Körperfettmessung dazu neigt, den Körperfettanteil um 3–6 % zu unterschätzen (7).

 

Auf die hydrostatische Messung gehen wir in diesem Artikel nicht genauer ein, da es sich um eine aufwändige und kostspielige Untersuchung handelt, die nur in speziellen Zentren durchgeführt werden kann.

 

Die Analyse mittels CT und MRT gilt als Goldstandard für die Untersuchung von VFT. Aufgrund der Strahlenschutzverordnung darf jedoch – genau wie die DEXA-Körperfettmessung – die CT-Untersuchung zur Ermittlung des VFT-Anteils in Deutschland nicht durchgeführt werden. Die MRT-basierte Messung ist zudem zu kostenintensiv, weshalb sie kaum angeboten wird.

DEXA Körperfettmessung München

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Bei der Erhebung mittels Ultraschalluntersuchung handelt es sich um eine einfache und verlässliche Methode zur Darstellung und Messung von VFT und SFT (8). Dabei wird die Dicke des VFT und SFT an einem festgelegten Punkt unter dem Brustbein mehrfach gemessen und ein Durchschnittswert daraus ermittelt.

Warum eine Körperfettmessung mittels Ultraschall eine sinnvolle Alternative zum DEXA Scan sein kann?

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Dicke des VFT mit dem Risiko für eine Herzkranzgefäßerkrankung oder eine Leberverfettung verbunden ist (9). Die Assoziation beider Werte, VFT und SFT, zeigte eine höhere Korrelation mit dem metabolischen Syndrom (10).

Ein Nachteil der Messung mittels Ultraschall ist, dass die Dicke nur an einem standardisierten Messpunkt erhoben wird. Für die Erhebung des VFT ist das ausreichend. Falls man jedoch einen allgemeinen Überblick über die Körperzusammensetzung erhalten möchte, kann die Messung mit einer zweiten Methode kombiniert werden. Hierbei bietet sich eine Kombination aus BIA + Ultraschall oder Hautfaltenmessung + Ultraschall an.

Falls ihr Interesse an einer solchen Messung habt, könnt ihr euch gerne bei uns melden. Da wir gerade dabei sind, eine ärztliche Praxis in München zu eröffnen, sind wir vorerst nur unter folgender E-Mail-Adresse erreichbar: info@sport-longevity.de

Quellen:

  1. Bekanntmachung einer Stellungnahme der Strahlenschutzkommission; – Strahlenhygienische Aspekte bei Röntgenuntersuchungen zur Bestimmung der Körperzusammensetzung (insbesondere Knochendichtemessungen) mittels Dual X-ray Absorptiometry (DXA) – vom 19. Februar 2015
  2. Małodobra-Mazur M, Cierzniak A, Pawełka D, Kaliszewski K, Rudnicki J, Dobosz T. Metabolic Differences between Subcutaneous and Visceral Adipocytes Differentiated with an Excess of Saturated and Monounsaturated Fatty Acids. Genes (Basel). 2020 Sep 18;11(9):1092. 
  3. Larsson B, Svardsudd K, Welin L. Abdominal adipose tissue distribu- tion, obesity, and risk of cardiovascular disease and death: 13-year follow-up of participants in the study of men born in 1913. Br Med J 1984;288:1401–1404.
  4. Mittal, Balraj. n.d. “Subcutaneous adipose tissue & visceral adipose tissue – PMC.” PubMed Central. Accessed March 5, 2025.
  5. Achamrah N, Colange G, Delay J, Rimbert A, Folope V, Petit A, Grigioni S, Déchelotte P, Coëffier M. Comparison of body composition assessment by DXA and BIA according to the body mass index: A retrospective study on 3655 measures. PLoS One. 2018 Jul 12.
  6. Cruz Rivera, P.N., Goldstein, R.L., Polak, M. et al. Performance of bioelectrical impedance analysis compared to dual X-ray absorptiometry (DXA) in Veterans with COPD. Sci Rep 12, 1946 (2022).
  7. Tornero-Aguilera JF, Villegas-Mora BE, Clemente-Suárez VJ. Differences in Body Composition Analysis by DEXA, Skinfold and BIA Methods in Young Football Players. Children (Basel). 2022 Oct 28
  8. Vlachos IS, Hatziioannou A, Perelas A, Perrea DN. Sonographic assessment of regional adiposity. AJR Am J Roentgenol 2007;189: 1545–1553
  9. Hamagawa K, Matsumura Y, Kubo T, Hayato K, Okawa M, Tanioka K, Yamasaki N, Kitaoka H, Yabe T, Nishinaga M, Doi YL. Abdominal visceral fat thickness measured by ultrasonography predicts the presence and severity of coronary artery disease. Ultrasound Med Biol. 2010 Nov;36(11):1769-75
  10. Bertoli, S., Leone, A., Vignati, L. et al. Metabolic correlates of subcutaneous and visceral abdominal fat measured by ultrasonography: a comparison with waist circumference. Nutr J 15, 2 (2015).

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